BornheimerBürgerstiftung
"Unsere Kinder - Unsere Zukunft"
Kinder

Mit Zauberei und Einrad ins Neue Schuljahr

Die neuen Fünftklässler der Sekundarschule Merten beenden ihre Zirkuswoche mit einer tollen Show

Lustiger Auftritt: Zwei Schüler der fünften Klasse machen sich als Clowns einen Spaß beim Zeitungslesen

BORNHEIM. Sorgfältig zerschneiden die beiden Zauberkünstler Joel und Luca die Krawatte von Christoph Kaletsch, dem stellvertretenden Leiter der Heinrich-Böll-Sekundarschule in Merten. Dann lassen sie das gute Stück in einem schwarz-roten Behälter verschwinden. Die beiden Fünftklässler sprechen ihre Zauberworte, und einen Augenblick später holt einer von ihnen die Krawatte hervor. Zum Erstaunen der Zuschauer kommt diese völlig unversehrt wieder hervor, Unter lautem Beifall händigt das Zauberduo das Kleidungsstück wieder seinem Besitzer aus. 75 Schüler der fünften Klassen an der Heinrich-Böll-Sekundarschule Merten beendeten mit einer beeindruckenden Vorstellung vor ihren Eltern und den Sechstklässlern ihre Zirkuswoche, die dieses Jahr zum vierten Mal stattgefunden hat. „Die Kinder lernen das Miteinander und können ihre Stärken auf die Bühne bringen", sagt Ingo Scharnbacher, Leiter des Spielezirkus Bonn-Rhein-Sieg, der gemeinsam mit Lehrerin Brigitte Hattendorf die Woche organisiert hat, Ziel der für die Fünftklässler verpflichtenden Zirkuswoche ist das Kennenlernen der neuen Schüler und der Lehrer untereinander und das gemeinsame Arbeiten.

Schulleiterin Astrid Geschwind lobte das Engagement der Lehrer und der Schüler. Es sei der schönste Augenblick für sie, wenn alle Kinder zusammenarbeiten und aufeinander achten „Und dass alle Artisten zusammen im Vordergrund stehen." Eine Woche lang bereiteten sich die Fünftklässler auf ihren Auftritt den sich schließlich, was sie für ihren Auftritt am Abschlusstag üben wollten.

Die Organisation sei zwar anstrengend gewesen, aber „man bekommt unheimlich viel zurück", sagte Scharnbacher.
Bei der Aufführung zeigten die Schüler alles, was sie in den vergangenen Tagen gelernt hatten. Von Clownerie über Jonglage und Waveboardfahren, bis hin zu einer großen menschlichen Pyramide wurde ein vielfältiges Programm geboten, Die jungen Fakire legten sich auf Nagelbretter, und Akrobaten zeigten an der Leiter und am Ring ihre Fähigkeiten. Insbesondere die Luftakrobaten präsentierten eine eindrucksvolle Vorstellung.

Manches Kunststück klappte zwar nicht auf Anhieb, aber davon ließen sich die Nachwuchsartisten nicht beirren und bewiesen eindrucksvoll ihr Können. Die Kinder organisierten die gesamte Vorstellung selbst, von Moderation über die einzelnen Darbietungen, bis hin zur Technik. „Der Zirkus soll die Show der Kinder werden", meinte Scharnbacher. „Wir greifen nur ein, wenn es um Sicherheitsaspekte geht," Kostüme und Werkzeuge sind reichlich vorhanden. Der Spielezirkusdirektor erklärte, dass er den Mädchen und Jungen einen breiten Fundus an Kostümen und Requisiten bereitgestellt hat, aus denen sie 3 wählen und so ihre Show individuell gestalten konnten.

Am Ende zeigten sich alle zufrieden. „Ich bin ganz mächtig stolz", sagte Astrid Geschwind. Sie dankte der Kreissparkasse für einen Scheck über 1000 Euro. Zusammen mit anderen Sponsoren der Bäckerei Voigt, der Frauen Union und der Bornheimer Bürgerstiftung unterstützte die Bank das Projekt, sodass die Schüler kostenfrei an der Zirkuswoche teilnehmen konnten.

GA vom 5. September 2016 von Benedikt Schlotmann

Zurück